Extrem-Hindernislauf mit militärischem Ursprung

„Ist wie Urlaub, nur mit Schmerzen!“ – das und ähnliche Sprüche konnte man auf den T-Shirts der Teilnehmer beim BraveheartBattle im Bischofsheim a.d. Röhn am 12. März 2016 lesen. Die rund 3.000 Teilnehmer mussten ca. 30 Kilometer, 50 künstliche und natürliche Hindernisse sowie insgesamt 1.200 Höhenmeter überwinden. Hans und Christian waren auch mit von der Partie.

Bevors jedoch losging, sprach der Masterchief noch das BRAVEHEART GEBET:

Auf den Knien lege ich mein Schwert in eure Hände, auf dass meine ganze Kraft nur eurem Willen zur Verfügung steht. Ich werde nicht eher aufhören, bis ihr mich aus diesem Verhältnis entlasst oder ich im Kampf gegen die 28 McK zu Boden gehen werde. All meine Kraft werde ich aufbringen, auf dass man noch Jahre später von diesem Lauf reden wird und den Helden, die ihn bestritten!

Bei der Startaufstellung war schon ein Wahnsinns Gedränge. Aber irgendwann gings doch los, für die erste Startgruppe fiel der Startschuss um 11:00Uhr. Bei zwei Grad Lufttemperatur, eisigem Wind und leichtem Schneefall mussten wir über brennende Feuerkörbe springen, durch den Matsch und den 4 Grad kalten Fluss robben und eine sechseinhalb Meter hohe Strohwand erklimmen.

Gleich am Anfang gings mit einigen Höhenmetern zum Kreuzberg hoch, danach gleich wieder bergab, alle Höhenmeter wieder weg. Dann kam der der Anstieg an der Ski-Schanze. Danach bist du eigentlich schon ziemlich platt, denn man musste nicht einmal rauf, sondern 6 mal. Und die Schwierigkeit war eigentlich wieder das runterkommen. Es war so steil, dass wir nur auf dem Hosenboden rutschen konnten.

Weiter gings durch Matsch und Gräben, durch Schrottautos durchkrabbeln und Reifenstapel überwinden. Dann kamen wir in die Stadt Bischofsheim. Diese Hindernisse haben wir zuvor besichtigt, oh mein Gott….. Gott sei Dank waren viele Zuschauer, die uns lauthals angefeuerten. Das war aber auch notwendig, denn die Hindernisse mit Wasser waren schon hui. So was, macht man eigentlich nicht freiwillig☺. Aber auf einem Kilometerschild stand: „Lächle doch, du hast dafür bezahlt.“

Das sehr kalte Wasser und dann die Verbindung mit dem Laufen bei Wind. Da kühlt man ziemlich aus. Da hilft nur: Schnell weiterlaufen und wieder warm werden. Aber wir wussten, diese Hindernisse mussten wir 2 mal machen, da kommt keine Freude auf :-).

Neben Ausdauer und Kraft zählte der Teamgeist zu den wichtigsten Voraussetzungen, um den Braveheart Battle zu überstehen. Denn jetzt kamen die Schlammlöcher, hier zieht man sich gegenseitig aus den Schlammlöchern und macht Räuberleitern um die meterhohen Hindernisse zu bewältigen.

Im 4 Grad kalten Bach unter den orangefarbenen Netzen hindurch und das 2 mal…

Container mit Wasser gefüllt, nicht wärmer als der Bach; da konnte man nur durchtauchen….

Ziemlich erschöpft, aber sehr erleichtert erreichten Hans und Christian die Finisherlinie. Mit Zeiten von 4:05:41 Std. bzw. 4:59:36 Std. waren sie jedoch sehr stolz auf die erbrachte Leistung. Der Veranstalter meinte: „Bischofsheim war schon eine härtere Nummer als die vergangenen Läufe in Münnerstadt“. Keine Ahnung, aber auch für uns war es eine Grenzerfahrung. Obwohl man mit blauen Flecken und Schürfwunden rechnen muss, war aufgeben aber keine wirkliche Alternative :-).

Während des Laufs freute man sich auf eine warme Dusche und jetzt endlich im Ziel sollte das wahr werden. Also runter zu den drei! Stück Containern, aber vorher mal im Freien umziehen. Mit gefrorenen Fingern und Händen dauerte das eine Ewigkeit. Aber endlich steht man vor der Dusche und dreht auf und es kommt KALTES WASSER. Die spinnen doch, sogar beim Duschen ziehen sie das Ding durch :-).

Aber wir sind beide nicht krank geworden und dürfen uns ab jetzt BRAVEHEART nennen. Aber wir waren uns einig, nächstes Jahr NICHT MEHR.